Trompete

Aktuell / Winterfeier 2019

Winterfeier: "Die Winterfeier des Musikvereins…ein Familienfest!"

Am Samstag, den 5.1.2019, bot der Musikverein Steinmauern seinen Gästen zum Jahresauftakt wieder ein abwechslungsreiches Programm, das es in sich hatte: schwungvolle Blasmusik, eine Tombola, Ehrungen verdienter Musiker und zu guter Letzt ein Theaterstück, das, mit viel Witz und Spielfreude vorgetragen, den Zuschauern viele Lachsalven entlockte ... das sind seit Jahren die bewährten „Zutaten“ für eine gelungene Winterfeier. Doch der Musikverein belässt es nicht nur bei Altbewährtem, jede Winterfeier birgt kleinere oder größere Überraschungen: so eröffnete die Kapelle unter ihrem Dirigenten Jürgen Bäuerle das musikalische Programm mit dem ABBA-Song „Happy New Year“, stimmungsvoll in Szene gesetzt in der abgedunkelten Halle mit begleitendendem Videofeuerwerk.

Nach diesem fulminanten Auftakt begrüßte der erste Vorsitzende Wolfgang Götz die Gäste in der voll besetzten Festhalle, wie schon so oft an dieser Stelle bekleidet mit einer Kochjacke. Denn, wie so viele Personen in der Verwaltung des kleinen Vereins, habe er nicht nur eine Aufgabe zu erfüllen und sorge am heutigen Abend mit seinem Küchenteam für das leibliche Wohl der Gäste, was diese mit viel Applaus honorierten. Götz übergab anschließend das Wort an den Vorstandskollegen und Moderator Traugott Bruskowski, der in gewohnter Manier unterhaltsam und mit gekonnten Bezügen zum Weltgeschehen und Einblicken in das Vereinsleben durch das Programm führte.

Mit einem der beliebtesten Titel aus dem Bereich Volksmusik, dem „Böhmischen Traum“ setzten die Musiker ihr Programm spielfreudig fort, begleitet vom begeisterten Mitklatschen des Publikums, ließen mit dem „Earth Song“ den King of Pop, Michael Jackson, aufleben und entführten die Zuhörer anschließend mit lateinamerikanischen Rhythmen in die Welt des Carlos Santana. In diesem Medley aus den bekanntesten Hits Santanas konnten gleich zwei junge Musiker des Vereins ihr Können unter Beweis stellen: Fabian Grünbacher glänzte mit einem gefühlvollen Saxofonsolo und Justin Diebold überzeugte mit virtuosen Solopassagen am Schlagzeug! Erst vor einem Jahr wurde Leonie Grünbacher für ihre bestandene Prüfung zum Jungmusikerleistungsabzeichen in Bronze an gleicher Stelle geehrt…im folgenden Titel „Eiger-eine Reise zum Gipfel“ durfte sie mit zwei Solopassagen ihr Können auf der Querflöte bereits solistisch unter Beweis stellen. Als ein Gruß an unsere Französiche Nachbarn war das folgende Medley „Vive la France“ zu verstehen: die darin enthaltenen Chansons-Klassiker „Non, Je ne regrette rien“, „La vie en rose“ und „Les Champs-Élysées“ sind die gelungensten Vertonungen der französischen Lebensart, des savoir vivre. Gemeinsam mit Bürgermeister Siegfried Schaaf führte Traugott Bruskowski mehrere Ehrungen durch: für 10 Jahre Zugehörigkeit in der Kapelle wurde der 2. Vorstand Daniel Klein geehrt, für 20 Jahre Britta und Patrick Wild und für sage und schreibe 50 Jahre Karlheinz Boos. Nachdem die probenfleißigsten Musiker (Martin Boos, Benjamin und Martin Fettig und Jürgen Bäuerle) mit kleinen Präsenten bedacht worden waren, dankte Bruskowski auch Dirigent Jürgen Bäuerle mit einem Präsentkorb für seine hervorragende und zeitintensive Arbeit. Jonas Kaluza, der in diesem Jahr für das JMLA in Bronze geehrt werden sollte, konnte leider nicht anwesend sein. Eine sehr persönliche und familiäre Note bekam die Winterfeier durch das Geburtstagsständerle, das die Musiker zu Ehren von Gründungsmitglied Stefan Götz anstimmten, der einige Tage zuvor seinen 85. Geburtstag feierte. Und als Sahnehäubchen obendrauf gab‘s die Schwarzwaldmarie, gesungen von Dirigent Jürgen Bäuerle und Andrea Götz, gekleidet in Schwarzwaldmädeltracht mit Bollenhut. Ein musikalisches Schmankerl (seit nunmehr acht Jahren ein unbedingtes MUSS bei jeder Winterfeier), das die älteren Semester in Erinnerungen an vergangene Zeiten schwelgen ließ und für Spaß und gute Laune bei den Jüngeren sorgte. Mitklatschen war nochmals ausdrücklich erwünscht beim „Alte Kameraden Swing“, bevor sich Musiker und Dirigent stilvoll mit dem Titel „Thank You for the Music“ von ihrem Publikum verabschiedeten.

Nach der anschließenden Pause, in der die Tombola geplündert wurde, sorgte die vereinseigene Theatergruppe mit dem Stück „Flitterwochen zu siebt“ mit viel Spielwitz für beste Unterhaltung: Die frischvermählten Voitl und Heidi Gruber (Maik Grünbacher und Rebecca Bruskowski) verbringen ihre Flitterwochen in seiner alten Heimat, anstatt am Meer. Bei der rustikalen und patenten Tante Burgi (Regina Fettig) und deren ständig grandelnden Ehemann Alois (Wolfgang Reiß) ist das einzige Pensionszimmer für die beiden reserviert. Doch dummerweise ist ein Stammgast aus Norddeutschland, die geschwätzige Hilde Lieblich (Christiane Bitterwolf) zu früh angereist, so dass Burgi kurz entschlossen den Flitterwöchnern ihr eigenes Schlafzimmer zur Verfügung stellt. Entsprechend „begeistert“ zeigt sich Alois, weil er nun die nächsten Nächte in der Dachkammer schlafen muss. Als Voitls dann noch zufällig seine alte Schulfreundin Traudl (gelungenes Debüt von Annely Bachofner) mit ihrem eifersüchtigen Freund Sepp (Jürgen Potsch) ins Haus bringt und es anstatt einer liebevollen Hochzeitsnacht, einen feucht-fröhlichen Heimatabend gibt, wird es auf der Bühne turbulent: da findet sich der angetrunkene Alois in langen Unterhosen in der „Besucherritze“ zwischen den Flitterwöchnern wieder, entdeckt seine Burgi ein „neckisches Gelee“ (Negligé) und verdächtigt ihren Alois des Fremdgehens und werden vermeintliche Liebhaber/-innen notdürftig unter der Bettdecke versteckt, was in eine turbulenten Kissenschlacht mündet. Doch am Ende entpuppt sich das pikante Kleidungsstück als Tombolagewinn, „jeder Topf findet sein Deckelchen“ und alle sind glücklich und zufrieden…alle? Alle außer Voitl, der schlussendlich energisch wird, weil er seine Flitterwochen nicht in einem Zimmer mit Durchgangsverkehr verbringen will, und alle (natürlich außer seiner Heidi) zu guter Letzt aus dem Zimmer wirft.

Das Publikum war begeistert von den pfiffigen Sprüchen, den humorigen Einlagen und den gelungenen Anlehnungen an das Steinmaurer Dorfleben, mit denen das Verwirrspiel auftrumpfte, und spendete nicht nur den überzeugenden Laiendarstellern, sondern auch Regisseur Patrick Wild, Snezana Capurelovic, Meike Koch und Sonja Bitterwolf (Maske, Requisite, Bühnenbild) tosenden Applaus. Traugott Bruskowski bedankte sich für die gelungene Vorstellung und ließ sich vom Publikum bestätigen, dass alle jetzt schon darauf brennen, die „tolle Truppe“ im Januar 2020 wieder auf der Bühne zu sehen. Anschließend sorgten die Musiker bis weit nach Mitternacht nochmals für die musikalische Unterhaltung ihrer ausdauernden Gäste. Die Verwaltung des MV Steinmauern möchte sich bei allen Akteuren, den Helfern in der Küche und hinter der Theke, dem Ehepaar Melchert für die Tombola und Lara Potsch für die Tischdekoration bedanken. Ein besonderer Dank gilt Rainer Nold, der für die Tontechnik sowohl für Musik als auch Theater zuständig war. Und zu guter Letzt möchte sich der Musikverein natürlich vor allem bei seinen Gästen bedanken, die mit ihrem Kommen unsere Vereinsarbeit enorm unterstützt haben.

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